Ja, ich bin - und es ist schön - am Leben. Seit dem 26. Januar 1979 übrigens. Damals wurde ich im Stuttgarter Diakonissen-Krankenhaus geboren. Als erster Sohn meiner Eltern und als zweites Kind. Meine Mutter war 34 Jahre zuvor in Südafrika auf die Welt gekommen. Bis zur Heirat lebte sie unter dem Namen Katharina Krüger. Den Nachnamen holte sie sich dann von dem 2 Jahre jüngeren Amerikaner Gilbert Lenell Goodwin.

Nach der Übersiedelung nach Deutschland kam erstmal Luise Margaretha zur Welt. Das war 1975. Doch sie konnte den Kinderdurst meiner Eltern ebensowenig stillen wie ich. Mein Bruder Normann Andreas war das Ergebnis. Er erblickte das Licht der Welt 1980.

1982 - Kindergarten.
1985 - Grundschule.
1989 - Gymnasium.

Am evangelischen Heidehofgymnasium habe ich angefangen Theater zu spielen. Gegen Ende habe ich dort auch eine Schülerzeitung herausgegeben. Außerdem habe ich während der 12. und 13. Klasse meine Mitschüler gegenüber der Schulleitung vertreten.

Währenddessen habe ich mich noch in zwei anderen Bereichen engagiert: Einerseits habe ich evangelische Jugendarbeit betrieben. Andererseits habe ich Politik gemacht. Zuerst ohne, dann mit meinen Genossen von der SPD.

Nach meinem Abitur 1998, habe ich erstmal ein Jahr lang Zivildienst geleistet, bei der Arbeitsgemeinschaft Dritte Welt. Diese Organisation betreut Flüchtlinge in Stuttgart.

Ab 1999 studierte ich in München Kommunikationswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität. Bei meinem Institut war der Radiosender M94,5 angesiedelt. Dort arbeitete ich ab dem Beginn meines Studiums und war zwischenzeitlich Vorsitzender des Vereins "Studenten machen Radio e.V." und Tagesteamchef/Chef vom Dienst. Außerdem arbeitete ich am Institut für Kommunikationswissenschaft als Systemadministrator, Tutor und Hilfs-Wissenschaftler.

Im Jahr 2000 bin ich in ein Appartment der Studentenstadt Freimann eingezogen. Dort habe ich mich als Stockwerkssprecher, Haussprecher und Mitglied des Schiedsausschusses in der Heimselbstverwaltung engagiert. Außerdem war ich beim Verein "Kulturleben in der Studentenstadt e.V." aktiv.

2003 habe ich einen fünfmonatigen Auslandsaufenthalt in Kapstadt (Südafrika) an der University of Cape Town gemacht. Ich habe dort Wirtschaft, Informatik und Sozialforschung studiert.

Als nach meiner Rückkehr und einem Wahlsieg der CSU in Bayern der Ministerpräsident Edmund Stoiber beschloss seinen gesamten Haushalt um 10 Prozent zu kürzen schloss er dabei auch den Hochschuletat nicht aus. In den unweigerlich folgenden Protesten intensivierte ich mein Engagement in der Fachschaft Kommunikationswissenschaft. So habe ich Pressearbeit für die Fachschaftenkonferenz der Uni München gemacht und bei der Organisation zweier großer Demonstrationen mitgewirkt.

Im Sommer 2004 schrieb ich meine Magisterarbeit zum Thema Inhalt und Form - Medienwirkung inhaltlicher und formaler Medienframes, um dann im Februar des nächsten Jahres mein Magisterzeugnis in die Hand gedrückt zu bekommen mit der Aufschrift: 1,76 - gut.

Seit dem 1. Juni 2005 bin ich zum ersten Mal langfristig in Lohn und Brot: ich arbeite als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU München am Lehrstuhl für Forstpolitik und Forstgeschichte in Weihenstephan. Dort bearbeite ich ein Projekt, dass sich mit dem Erkenntnisstransfer von Wissenschaft zu Entscheidern, Meinungsbildnern, Praktikern und der allgemeinen Öffentlichkeit beschäftigt. Das ist eine große Herausforderung.

Viel wichtiger ist Stefanie. Ich habe Sie so lieb, dass ich sie am 6.10.2007 im Schloss Knöringen gefragt habe, ob wir nicht heiraten wollen. Sie hat ja gesagt. Weniger als ein Jahr später haben wir uns bürgerlich (1.9.2008 - München Mandlstraße) und kirchlich (6.9.2008 - München Auferstehungskirche) trauen lassen. Beide Feste waren großartig und die Hochzeitsreise ging im Oktober des gleichen Jahres nach Südafrika.